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Pressemitteilung und Kommentar zur Informationsveramstaltung „Comarca Naso Tjer Di“, Panama Stadt, 13.06.2019

Pressemitteilung zur Informationsveranstaltung „Comarca Naso Tier Di“ in Panama Stadt am 13.06.2019

Einleitung und Kommentar:

Mit dem Ziel für die Errichtung einer Naso Comarca „Naso Tjer Di“, einem semi-autonomen Verwaltungsgebiet, in Ihrem historischen und aktuellen Siedlungsgebiet zu werben, präsentierten der König, Dorfvorsteher und Bürger der Naso gestern in Panama Stadt verschiedene Aspekte der Naso Kultur, Geschichte sowie aktuelle Initiativen und erklärten warum es für das Volk der Naso und das Ökosystem am Rio Teribe wichtig ist endlich nach 40 Jahren Kampf eine Comarca bewilligt zu bekommen.DAbei werden die Naso von „COONAPIP“, der nationalen Initiative für die Rechte indigener Völker Panamas, unterstützt.

Die Naso sind das einzige indigene Volk Panamas ohne ein eigenes Territorium. Nach einem Veto des Präsidenten über eine vom Parlament bewilligte Gesetzesinitiative, berät zur Zeit das oberste Gericht Panamas über die Angelegenheit. Zur Diskussion steht die Tatsache, daß das Siedlungsgebiet der Naso Teil des Nationalparks und Weltkulturerbes „Parque La Amistad“ ist. Während es Bedenken über die Einflussnahme der Naso in einem Schutzgebiet gibt, ist es wichtig aufzuzeigen, dass das Volk im Einklang mit der Natur lebt und die etwa für Wasserkraftprojekte wertvolle Region vor der Ausbeutung beschützen kann. Stephanie Concepcion, Biologie Studentin an der Universität de Panama, berichtete von der Artenvielfalt und Artenschutzinitiativen am Rio Teribe. Stephanie forscht im Rahmen Ihrer Bachelorarbeit über die Population des Baird`s Tapirs am Rio Teribe. Ich unterstütze Sie didaktisch und methodisch bei Ihrer Forschungsarbeit. Im Rahmen Ihrer Mitarbeit bei der Naso Organisation ODESEN und der Kooperation mit F.A.W.N. Deutschland e.V. wird Sie Ihren Teil zur Errichtung eines Forschungszentrums am Rio Teribe beitragen. Die Fotos wurden von Rafael Sanchez gemacht.

Original in Spanisch:

*CONVOCATORIA DE PRENSA*

La Coordinadora Nacional de Pueblos Indígenas de Panamá-COONAPIP, continúa su lucha a favor de la futura Comarca Naso Tjer Dí y en esta ocasión invita a los medios de comunicación a una importante rueda de prensa donde dará a conocer el valioso respaldo internacional a favor de la comarca que se traduce en más de 25 mil firmas de organizaciones y agentes del más alto nivel, que el pueblo originario entregará al Defensor del Pueblo Alfredo Castillero Hoyos, quién por solicitud de los pueblos indígenas, hará los trámites para su entrega a la Corte Suprema de Justicia, que tiene en sus manos el futuro de la comarca.

Cabe destacar que el proyecto de ley de la Comarca Naso Tijer Dí, en primera instancia, fue aprobado por el Órgano Legislativo pero fue vetado por el Presidente de la República saliente Juan Carlos Varela y nuevamente fue aprobado por insistencia en el pleno de la Asamblea y enviado a la Corte Suprema de Justicia para su aprobación y está en manos del Magistrado ponente, Abel Zamorano.

Durante la conferencia, líderes Nasos y dirigentes ambientalistas sustentarán la viabilidad amigable y necesaria de la comarca Naso Tijer Di para garantizar la tierra y el ecosistema de esta región de Bocas del Toro, limítrofe con la hermana república de Costa Rica.

*EVENTO:* Rueda de Prensa Coonapip-Naso Tijer Di.

*LUGAR:* Salón Orquídea, Hotel Crown Plaza, Vía España.

*HORA:* 10:00 a.m.

*FECHA:* Jueves, 13 de junio de 2019

*“Agradecemos su asistencia y valiosa cobertura noticiosa“.*

Wayran – der große Tapirgott

„Tiergeister legen den Menschen auch Verhaltensregeln und Tabus auf, die es unbedingt einzuhalten gilt. “ (Storl W.D., „Der Bär“, At Verlag S. 15)

Antonio Sanchez Gonzales, geboren am 14.01.1954 in Krowa Palenque vom Clan Magrosa des Naso Volkes ist ein Botaniker, Kenner und Hüter der Naso Sprache, Kultur und Natur. Sein WIssen über die Geschichte, Kultur, Heil- und Nutzpflanzen und Natur am Rio Teribe ist von unschätzbaren Wert. Auf meinen Wunsch hat er die Legende über den Tapir aufgezeichnet – in Naso Sprache – übersetzt von Daniel und Adolfo Villagra ins Spanische. Sie zeugt von der Verbundenheit der Naso mit der Natur. Ohne moderne Forschungsergebnisse und das Wissen über die enorm rückläufigen Bestandszahlen des Baird`s Tapirs werden die Bewohner am Rio Teribe dafür sensibilisiert, daß der Tapir ein wichtiges und nur in Ausnahmefällen bejagbares Tier ist.

„Die Naturvölker haben weder Labore noch eine auf experimentelle Methode zur Wissensfindung entwickelt.“ Aus diesem Grund konnten einige Naso nicht verstehen, woher man die Bestandszahlen einer Tierart kennt.  Ebensowenig die Tatsache, dass diese droht von der Erde zu verschwinden. „Ihr Wissen über Tiere beruht auf einem engen,  unmittelbaren Zusammenleben mit den wilden gefiederten und felltragenden Bewohnern Ihrer Umwelt. Ihre Gemeinschaft ist eine, die viele Generationen überspannt; Mensch und Tier wissen voneinander  verhalten sich mit- für- und gegeneinander  und bilden eine Lebenseinheit, eine Symbiose. Naturmenschen kennen jeden Laut der Wildnis, sie können auch die feinsten Spuren – (…) – axakt deuten.“ (Storl, W.D., „Der Bär“ AT Verlag, S. 13-14)

Die Legende erzählt davon, daß der große Geist den Tapirgott Wayran um Hilfe bat das Land aufzuteilen. Dem Volk der Naso gab Wayran daraufhin die Anweisung den Tapir nicht zu jagen, mit Ausnahme von einigen Tieren deren Körper mit Narben versehen ist. Vor einer solchen Jagd müssen allerdings sämtliche Rituale abzuhalten sein. Bei Nichtbeachtung werden Jäger oder seine Familie verflucht. Zu dieser Zeit hatte der Tapir die Fähigkeit die menschliche Gestalt einer stämmigen Frau anzunehmen. Die Geschichte erzählt weiterhin, daß ein Jäger einer Spur des Tapirs ewig folgend an eine Lagerfeuer gelangte, wo Menschen ähnliche Wesen gelbes, fettiges Fleich zubereiteten. Auf die Frage wem das Fleisch gehörte, antwortete der Jäger es sei seines und nahm es mit auf seine Rückreise. Dort versperrte eine Liane seinen Weg, bei dem Versuch über die Liane zu steigen erhob sich die Liane und senkte sich bei dem Versuch unter ihr hindurch zu kriechen. Als er versuchte einen Umweg zu gehen, wurde er von einer herabstürzenden Liane in 2 Teile getrennt und schleppte sich so zu dem Vorraum seiner Hütte im Dorf, dort wo das Feuer brannte um mit dem Qualm seine Wunden zu verschließen.